Založit novou webovou stránku nebo e-shopChci nový web
aktualizováno: 15.04.2014 08:06:00 

Fachkurs der forstlichen Terminologie

14. Kurs / 14. kurz - Sušice
14. Kurs / 14. kurz - Sušice...

 

Stan Cejchan
Staatl. gepr. u. anerk. Dipl.-Dolm. Hamburg, den 26. April 2010

Milí účastníci 14. nástavbového kurzu Německá terminologie pro obory lesnictví, dřevařství a ekologie!
Liebe Teilnehmer des 14. Aufbaukurses Deutsche Terminologie für die Fachgebiete Forstwesen, Holzwirtschaft und Ökologie!

Der nächste Terminologiekurs für die Fachgebiete Forstwesen, Holzwirtschaft und Ökologie wird vom 03. bis 07. Mai 2010 in Sušice/Böhmerwald stattfinden. Er wird sich, wie auch alle vorherigen Kurse, intensiv mit der deutschen Fachsprache befassen. Während des Kurses werden keine überlangen Fachtexte gelesen. Wir werden uns auf Referate („Vorlesungen“) der Teilnehmer, Diskussionen und „Streitgespräche“, Hörverstehen- und Leseverstehen-Tests sowie weitere rein terminologische Übungen konzentrieren. Das Ziel ist, unsere knappe Zeit optimal und in Ihrem Sinne zu nutzen!

Im Anhang finden Sie als „Einführungstext“ den Artikel “Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland”, über den wir zu Beginn des Terminologiekurses diskutieren werden.
• Ich bitte Sie den Text zu lesen,
• für Sie neue Fachbegriffe zu markieren,
• Fragen zum Inhalt zu formulieren.

Der Text enthält Fachbegriffe aus dem forstwirtschaftlichen Bereich und ist allgemein verständlich. Sollte ich Sie mit dieser Aufgabe dennoch überfordert haben, sehen Sie es mir bitte nach – meine Absicht ist, Ihnen einen aktuellen, sprachlich und fachlich einwandfreien Text als eine kleine Kursvorbereitung anzubieten. Ich bin aber überzeugt, dass Sie diese erste Aufgabe meistern werden!

Ich danke Ihnen für Ihre Mitarbeit und freue mich auf Sie am Montag, dem 03. Mai 2010, um 9 Uhr im Seminarraum des Sport Hotels „Pekárna“ in Sušice!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Stan Cejchan
Staatl. gepr. u. anerk. Dipl.-Dolm.
(ex Institut für Weltforstwirtschaft, Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, Hamburg)
Mail: stan@kabelmail.de Tel.: Hamburg +49 40 720 21 04 Mobil: +49 (0) 152 236 68656

Plán města Sušice s označením hotelu Pekárna:

 

Deutsch auf Platz zwei in der EU
Brüssel – Deutsch ist nach Englisch zur meistgesprochenen Fremdsprache in der Europäischen Union geworden. Das geht aus einer Umfrage unter fast 30.000 EU-Bürgern hervor, deren Ergebnis die EU-Kommission jetzt bekannt gab. Die deutsche Sprache habe Französisch überholt, nachdem der EU zehn neue Staaten beigetreten waren. Jeder fünfte EU-Einwohner ist heute deutscher Muttersprachler. Jeder dritte Europäer spricht Deutsch als Mutter- oder als Fremdsprache.
Die Welt, Berlin 27.04.2007

14. Aufbaukurs
Deutsche Terminologie für die Fachgebiete Forstwesen, Holzwirtschaft und Ökologie
Sušice, 03. - 07. Mai 2010

Einführungsartikel

Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland

Waldfläche
Deutschland ist eines der waldreichen Länder der Europäischen Union. Die Waldfläche beträgt 11,1 Mio. ha, das sind 31 % der Landesfläche. Regional schwankt der Bewaldungsanteil sehr stark, z. B. zwischen 3 % im Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) und 64 % im Landkreis Regen (Bayern). Die Waldfläche hat in den letzten vier Jahrzehnten um ca. 1 Mio. ha zugenommen.

Holzvorräte der Wälder
Holz ist ein bedeutender nachwachsender Rohstoff, der bei nachhaltiger Bewirt-schaftung dauerhaft zur Verfügung steht. Der durchschnittliche Derbholzvorrat (Holz mit einem Durchmesser über 7 cm) liegt bei ca. 320 Vorratsfestmetern (Vfm)/Hektar (ha). Mit einem Holzvorrat von 3,4 Mrd. Vfm nimmt Deutschland im europäischen Vergleich einen führenden Platz ein. Dies ist besonders vor dem Hintergrund des starken Vorratsabbaus durch Kriegs- und Reparationshiebe in den 1940er und 1950er Jahren bemerkenswert.

Altersstruktur der Wälder
Die Altersverteilung der Waldbestände ist ein wichtiges Strukturmerkmal. Sie bestimmt maßgeblich Erntemöglichkeiten und Pflegeumfang und damit die Ertrags- und Kostensituation der Forstbetriebe, aber auch die biologischen Vielfalt des Waldes. Die Altersklassen der Wälder in Deutschland werden wie folgt gegliedert: I: 1-20, II: 21-40, III: 41-60, IV: 61-80, V: 81-100, VI: 101-120, VII: 121-140, VIII: 141-160, IX: mehr als 160 Jahre. Die Altersklassenstruktur ist gekennzeichnet durch einen hohen Flächenanteil (21 %) insbesondere der zweiten bis vierten Altersklasse. Die Ursachen für den hohen Anteil in der dritten Altersklasse, 780.000 ha bei den Laubbäumen und 1,4 Mio. ha bei den Nadel-bäumen, sind Übernutzung im Dritten Reich, Reparationshiebe, Borkenkäfer-kalamitäten nach dem Zweiten Weltkrieg und die nachfolgenden Aufforstungen. Ab der fünften Altersklasse nehmen die Flächenanteile stark ab; Wälder ab dieser Altersklasse sind erntereif. Im Rahmen einer nachhaltigen, naturnahen Waldbe-wirtschaftung erfolgt eine Nutzung meistens einzelstammweise und über längere Zeiträume. Dabei bietet sich die Chance, nicht standortgerechten Wald umzu-gestalten und unter dem aufgelockerten Altbestand standortgerechte struktur-reiche Mischbestände aufzubauen. Der vergleichsweise geringe Anteil der Waldflächen in der ersten Altersklasse, 655.000 ha bei den Laubbäumen und 631.000 ha bei den Nadelbäumen, zeigt die Hinwendung der letzten 15 Jahre zu längeren Umtriebszeiten und die Abkehr von Nadelbäumen, die sich in der ersten Altersklasse in einem hohen Anteil von Buchen und anderen Laubbäumen niederschlägt.


Baumartenverteilung
Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone. Die natürliche, vom Menschen unbeeinflusste Vegetation ist vertreten durch atlantisch geprägte sommergrüne Laub- und Mischwälder sowie nadelbaumreiche Gebirgswälder. In den ursprüng-lichen natürlichen Waldgesellschaften waren Laubwälder auf über 80 % der Waldfläche vertreten. Die am stärksten vertretene Buche ist die charakteris-tische Baumart der Wälder Mitteleuropas. Insgesamt kommen in Deutschlands Wäldern 71 Baumarten vor, von denen 12 forstlich eingebracht sind. Rund drei Viertel der Waldfläche entfallen auf die vier Hauptbaumarten Fichte (28 %), Kiefer (24 %), Buche (15 %) und Eiche (10 %). Flächenmäßig relevant sind unter den Nadelbäumen außerdem noch Lärche (ca. 3 %), Tanne und Douglasie (jeweils ca. 2 %) und bei den Laubbäumen Birke (ca. 4 %), Erle, Esche und Ahorn (jeweils ca. 2 %). Verantwortlich für diese Baumartenverteilung sind das Rückwanderungsgeschehen nach den Eiszeiten und die früh einsetzende Bean-spruchung des Waldes durch den Menschen. Diese Baumartenzusammensetzung ist derzeit weiterhin im Wandel: Seit ca. drei Jahrzehnten arbeitet die Forstwirt-schaft verstärkt nach Methoden der naturnahen Waldbewirtschaftung. Ein Kernelement ist dabei der Umbau von Nadelbaumreinbeständen hin zu standort-gerechten Laubbaum- bzw. Laubbaummischbeständen. Künftig sollten bei der Neubegründung von Wäldern vermehrt standortheimische Baumarten verwendet werden. Mit 39 % wurde in Deutschland mittlerweile ein beachtlicher Laub- und Mischwaldanteil erreicht.

Waldverjüngung
Die Fläche der Jungbestockung beträgt in Deutschland ca. 2,2 Mio. ha (inkl. Voranbau und Vorverjüngung). Sie ist zu rund 80 % naturverjüngt. Die übrige Jungbestockung ist gepflanzt (ca. 17 %). Saat und Stockausschlag spielen im deutschen Wald insgesamt keine nennenswerte Rolle. Der Anteil der Nadelbäume liegt in der Altbestockung (Bäume über 4 m Höhe) noch bei 62 %, in der Jungbestockung dagegen nur noch bei 29 %.

Holzzuwachs und Holzeinschlag in Deutschland
Der jährliche Zuwachs in den deutschen Wäldern wird auf durchschnittlich ca. 10 m3/ha geschätzt. Insgesamt ist das Zuwachsniveau hoch. Hierfür werden verschiedene, sich gegenseitig verstärkende Faktoren diskutiert, z. B. atmosphä-rische Stickstoffeinträge, höherer CO2-Gehalt der Luft, Verlängerung der Vegetationsperiode, neue Waldbauverfahren etc. Der Holzeinschlag stieg von 39,5 Mio. m3 im Jahr 2001 auf ca. 62,3 Mio. m3 Ende 2006. Die Hauptursache dafür lag in der Zunahme sowohl der inländischen als auch der ausländischen Nachfrage für die stoffliche und auch die energetische Nutzung. Auch die Holzpreise stiegen auf ein relativ hohes Niveau. Diese verbesserte Nachfrage- und Preissituation führte zur gesteigerten Einschlagstätigkeit der Forstbetriebe. Insgesamt hat sich der Holzeinschlag gegenüber dem langjährigen Mittel der 1990er Jahre (ca. 34 Mio. m3) etwa verdoppelt. Nach den derzeitigen Zuwachs-schätzungen liegt der Holzeinschlag jedoch weiterhin unter dem Holzzuwachs, wobei diese Situation noch etwa 15 bis 20 Jahre anhalten wird. Danach zeichnet sich aufgrund der Altersstruktur der Wälder eine allmähliche Abnahme der Holzvorräte ab.

Der Holzmarkt in Deutschland
In den 1990er Jahren ist der Holzbedarf im Inland gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür war die Weltmarktnachfrage nach Holzerzeugnissen. Die sich hieraus bietenden Exportchancen wurden von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie genutzt. Insgesamt konnten die Branchen ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern. So wies Deutschland im Jahr 2005 das weltweit höchste Exportvolumen von Holz- und Papierprodukten auf. Eine weitere Ursache für den gestiegenen Holzbedarf sind die zunehmende Knappheit fossiler Energieträger sowie das Streben der nationalen Energiepolitik zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Insbesondere die gestiegenen Weltmarkt-preise für fossile Energieträger haben den Holzbedarfsanstieg forciert. Heute zeichnen sich bereits bei bestimmten Sortimenten (z. B. beim Nadelholz) Versorgungsengpässe ab. Während mittelfristig die inländische Nachfrage nach Holz das Niveau des Jahres 2007 nicht mehr erreichen dürfte, ist langfristig von weiter steigendem Holzbedarf auszugehen.

Waldbesitzstruktur
Vorherrschende Waldeigentumsform ist in Deutschland der Privatwald, auf den ca. 44 % der Waldfläche (rund 5 Mio. ha) entfallen. Die größten Privatwälder gibt es in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Bei insgesamt ca. 2 Millionen privaten Waldbesitzern ergibt sich jedoch eine durch-schnittliche Waldfläche von nur 2,5 ha pro Besitzer. Rund 12 % der Privatwald-fläche gehören Betrieben mit jeweils über 1.000 ha Wald. Derzeit gibt es 4.261 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit über 400.000 Mitgliedern, die zusammen rund 4 Mio. ha Wald besitzen. Von den ursprünglich 1,5 Mio. ha großen Treuhandwäldern (im Zuge der Bodenreform in der DDR enteignete und nach der Wiedervereinigung privatisierte Wälder) stehen noch ca. 85.000 ha zur Privatisierung an. Knapp 20 % der Waldfläche entfallen auf den Körperschafts-wald (ca. 2,2 Mio. ha), der sich vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und im Saarland befindet. Die Länder besitzen rund 30 % der Waldfläche (ca. 3,3 Mio. ha). Der Staatswaldanteil reicht von ca. 14 % in Nordrhein-Westfalen bis zu rund 50 % in Saarland. Der Bund (d.h. die Bundes-republik Deutschland) besitzt knapp 4 % der Waldfläche (ca. 400.000 ha), überwiegend in Form von zu militärischen Zwecken genutzten Wäldern sowie Waldflächen entlang von Bundeswasserstraßen und Autobahnen.

TOPlist